Nicht dieses ehrfürchtige Schweigen nach einem dramatischen Finalsieg. Nein, es war dieses peinliche Schweigen, wenn selbst der Stadionsprecher seine Zettel zusammenpackt und nach Hause möchte.
Mitten auf dem Rasen lag ein riesiges, staubiges Buch.
„Das Buch der Blamage“.
Daneben stand der Nagel-Mann. Stolz, geschniegelt und geschniegelt, soweit das bei einem Holznagel eben möglich war. Mit einem breiten Grinsen wartete er auf den letzten Hammerschlag, der ihn für alle Ewigkeit im Buch verewigen sollte.
Ringsherum knieten ein paar erschöpfte Gestalten in deutschen Fußballtrikots.
Der eine starrte regungslos ins Leere.
Ein anderer fragte zum zwölften Mal:
„Sind wir wirklich schon wieder ausgeschieden?“
Niemand antwortete.
Ganz vorne schob Manuel seinen Rollator langsam über den Schotter.
„Früher...“, murmelte er, „...früher hatten wir wenigstens eine Gruppenphase zum Aufwärmen.“
Ein leises Quietschen des Rollators war die einzige Antwort.
Über den zerborstenen Tribünen flatterte ein zerrissenes Banner:
„Mission WM-Titel: fehlgeschlagen!“
Darunter hatte jemand mit Filzstift ergänzt:
„Bitte im nächsten Turnier erneut versuchen.“
Der Wind trug ein paar vertrocknete Tippscheine über den Platz.
In der Ferne fiel ein morsches Tor endgültig in sich zusammen.
Niemand hob den Kopf.
Da trat der Hammermeister nach vorne, räusperte sich feierlich und sprach:
„Für außerordentliche Leistungen im Sammeln verpasster Chancen und historischer Enttäuschungen wird der Nagel-Mann hiermit offiziell im Buch der Blamage verewigt.“
KLONK!
Der Hammer sauste nieder.
Der Nagel-Mann verschwand bis zum Hals im Einband.
Er grinste noch immer.
„War mir eine Ehre.“
Die Fußballer applaudierten lustlos.
Einer gähnte.
Ein anderer fragte:
„Gibt's wenigstens Kaffee?“
„Nein.“
„Schade.“
Langsam verließen sie das Stadion.
Der Rollator quietschte im Takt.
Der Wind blätterte eine Seite des Buches um.
Darauf stand in goldenen Lettern:
Kapitel 2026 – Das Ende einer Ära.
Ganz unten hatte jemand mit krakeliger Handschrift noch einen Satz ergänzt:
Das Ende einer Ära KI-Info
Das Stadion war still.Nicht dieses ehrfürchtige Schweigen nach einem dramatischen Finalsieg. Nein, es war dieses peinliche Schweigen, wenn selbst der Stadionsprecher seine Zettel zusammenpackt und nach Hause möchte.
Mitten auf dem Rasen lag ein riesiges, staubiges Buch.
„Das Buch der Blamage“.
Daneben stand der Nagel-Mann. Stolz, geschniegelt und geschniegelt, soweit das bei einem Holznagel eben möglich war. Mit einem breiten Grinsen wartete er auf den letzten Hammerschlag, der ihn für alle Ewigkeit im Buch verewigen sollte.
Ringsherum knieten ein paar erschöpfte Gestalten in deutschen Fußballtrikots.
Der eine starrte regungslos ins Leere.
Ein anderer fragte zum zwölften Mal:
„Sind wir wirklich schon wieder ausgeschieden?“
Niemand antwortete.
Ganz vorne schob Manuel seinen Rollator langsam über den Schotter.
„Früher...“, murmelte er, „...früher hatten wir wenigstens eine Gruppenphase zum Aufwärmen.“
Ein leises Quietschen des Rollators war die einzige Antwort.
Über den zerborstenen Tribünen flatterte ein zerrissenes Banner:
„Mission WM-Titel: fehlgeschlagen!“
Darunter hatte jemand mit Filzstift ergänzt:
„Bitte im nächsten Turnier erneut versuchen.“
Der Wind trug ein paar vertrocknete Tippscheine über den Platz.
In der Ferne fiel ein morsches Tor endgültig in sich zusammen.
Niemand hob den Kopf.
Da trat der Hammermeister nach vorne, räusperte sich feierlich und sprach:
„Für außerordentliche Leistungen im Sammeln verpasster Chancen und historischer Enttäuschungen wird der Nagel-Mann hiermit offiziell im Buch der Blamage verewigt.“
KLONK!
Der Hammer sauste nieder.
Der Nagel-Mann verschwand bis zum Hals im Einband.
Er grinste noch immer.
„War mir eine Ehre.“
Die Fußballer applaudierten lustlos.
Einer gähnte.
Ein anderer fragte:
„Gibt's wenigstens Kaffee?“
„Nein.“
„Schade.“
Langsam verließen sie das Stadion.
Der Rollator quietschte im Takt.
Der Wind blätterte eine Seite des Buches um.
Darauf stand in goldenen Lettern:
Kapitel 2026 – Das Ende einer Ära.
Ganz unten hatte jemand mit krakeliger Handschrift noch einen Satz ergänzt:
„Aber immerhin waren die Trikots ganz hübsch.“