Man muss die Dinge nicht immer unnötig kompliziert machen.
Da steht seit Jahrzehnten eine Staumauer herum, der Beton zerbröselt, die Bewehrung rostet, Risse ziehen sich durch das Bauwerk wie Krampfadern durch die Realität – und irgendein notorischer Schwarzseher behauptet vermutlich sogar, das könne irgendwann gefährlich werden.
Zum Glück sind inzwischen Fachleute da.
Nach ausgiebiger Prüfung, mehreren Sitzungen, drei Machbarkeitsstudien, einer interdisziplinären Arbeitsgruppe und einem vermutlich beeindruckenden PowerPoint-Vortrag konnte die Ursache eindeutig festgestellt werden:
Der Herr links bestätigt fachkundig, dass das Pflaster tatsächlich an der vorgesehenen Stelle klebt. Die Dame dokumentiert den historischen Moment für die Nachwelt. Und der Kollege rechts hält bereits schriftlich fest, dass die Sanierungsmaßnahme erfolgreich abgeschlossen wurde.
Dass ringsherum inzwischen tonnenweise Beton aus der Wand fällt, sollte man nicht überbewerten. Schließlich kann keine Heilung funktionieren, wenn ständig irgendjemand die Symptome dramatisiert.
Und genau darum geht es bei moderner Heilung:
Nicht darum, etwas gesund zu machen.
Sondern darum, die beschädigte Stelle so klein abzudecken, dass sie auf dem Abschlussbericht nicht mehr zu sehen ist.
Heilung KI-Info
„Heilung nach Vorschrift“Man muss die Dinge nicht immer unnötig kompliziert machen.
Da steht seit Jahrzehnten eine Staumauer herum, der Beton zerbröselt, die Bewehrung rostet, Risse ziehen sich durch das Bauwerk wie Krampfadern durch die Realität – und irgendein notorischer Schwarzseher behauptet vermutlich sogar, das könne irgendwann gefährlich werden.
Zum Glück sind inzwischen Fachleute da.
Nach ausgiebiger Prüfung, mehreren Sitzungen, drei Machbarkeitsstudien, einer interdisziplinären Arbeitsgruppe und einem vermutlich beeindruckenden PowerPoint-Vortrag konnte die Ursache eindeutig festgestellt werden:
Da ist ein Riss.
Die Lösung folgte prompt.
Ein Pflaster.
Sauber aufgeklebt.
Farblich harmonisch.
Kosten überschaubar.
Fototermin inklusive.
Der Herr links bestätigt fachkundig, dass das Pflaster tatsächlich an der vorgesehenen Stelle klebt. Die Dame dokumentiert den historischen Moment für die Nachwelt. Und der Kollege rechts hält bereits schriftlich fest, dass die Sanierungsmaßnahme erfolgreich abgeschlossen wurde.
Dass ringsherum inzwischen tonnenweise Beton aus der Wand fällt, sollte man nicht überbewerten. Schließlich kann keine Heilung funktionieren, wenn ständig irgendjemand die Symptome dramatisiert.
Und genau darum geht es bei moderner Heilung:
Nicht darum, etwas gesund zu machen.
Sondern darum, die beschädigte Stelle so klein abzudecken, dass sie auf dem Abschlussbericht nicht mehr zu sehen ist.
Der Patient?
Strukturell am Ende.
Die Maßnahme?
Erfolgreich.
Das Pflaster?
Hält.
Zumindest bis zur nächsten Evaluierung.