24.04.2022, 11:54   #1

Altglas auf digital?

Hallo Wer nutzt hier eigentlich alte Linsen per Adapter an seiner digitalen Kamera?
Einen schönen Sonntag und gut Licht.

Gruß Andreas
24.04.2022, 14:01   #2

Hobbyfotograf

24.04.2022, 14:31   #3
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Günter Rudi Herzel

habe ein paar Altgläser, auch das Helios 44-4 , alle M42 Anschlussadapter, benütze ein Porst 35mm und Zwischenringe zum Kopieren meiner Dias, auch für die Stillleben benütze ich diese Objektive, aber weniger zum alltäglichen Gebrauch . Liebe meinen Autofocus.
24.04.2022, 20:13   #4

Hobbyfotograf

MC Rokkor PG 50mm 1:1,4 Minolta und noch einige alte Nikkor Objektive.
Aber eher selten. Das 50mm Minalta da schon eher mit Adapter von K&F Koncept.
02.10.2022, 12:24   #5

Hobbyfotograf

Leider habe ich diesen Thread zu spät gesehen, sonst hätte ich das Thema nicht extra nochmals aufgeworfen; bin erst beim "durchackern" des ganzen Clublebens hier.
Habe mehrere alte (50+) Linsen, die aber leider in der Vitrine auf ihren Einsatz warten. Vielleicht finde ich hier Motivation, ab und an mal eine an die Luft zu tragen.....
26.09.2025, 16:25   #6
An einer Crop kann man auch alte WWs mit Mängel in den Ecken nutzen. Die preiswerten 35er von dunnemals waren ja bzgl "weiche" Ecken berüchtigt, aber an der Crop ist das belanglos. Interessant ist ja, dass die Gebrauchtpreise der 50er mit dem Aufkommen der Crops in die Höhe gingen, hatte man doch so eine gutes Portraitobjektiv. Wenn ich daran denke, was ein Minolta Rokkor 85mm - also DAS Portraitobjektiv - in den 70er/80er Jahre kostete, wird mir heute noch schwummerig. Was ich öfter auch an der Vollformat nutze, ist ein Cosina 24mm 1:2,8 Makro mit M42 Anschluss. Ein wirklich wunderbares Objektiv mit einer Naheinstellgrenze von 19cm.  
26.09.2025, 17:45   #7
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Michael Hansen

Dieses Jahr habe ich mir eine Canon AE-1 mit einigen Canon FDn Linsen gekauft. Diese Linsen werden sowohl an der Sony A7II (Benutzung ausschließlich mit MF Objektiven) als auch an meinen APS-C Fujis genutzt. Interessant bei den Fujis sind die Brennweiten 85, 135 und 200mm in Nah- und Mittelbereich. Durch den Crop treten Randfehler nicht auf, das sanfte Bokeh bleibt erhalten. Preis € 50,00 für ein Canon FDn 2,8 / 135mm ist absolut konkurrenzlos. Klein, Lichtstark und passt in die Jackentasche. 135mm an Vollformat, Bildausschnitt von 200mm an APS-C.
06.11.2025, 12:02   #8

Handyknipser

Mein antikes 50mm 1.4 Minolta AF an der Sony A99II ist mein Standard Setup für Streetfotografie und meine "immer dabei" Kamera auf Reisen. Gerade offen hat es diesen unperfekten und cremigen Look, den ich für Street sehr mag. Durch die Lichtstärke kann man damit auch fast immer Fotografieren. 
07.11.2025, 17:24   #9

Hobbyfotograf

Im Leica M System braucht es keinen Adapter um ältere Objektive an den digitalen Kameras zu nutzen.
🙂
07.11.2025, 17:50   #10
@Jochen Petry Du kannst auch "analoge" Canon EFs an einer digitalen EOS betreiben. Aber darum geht es doch nicht, es geht darum, dass alte Festbrennweiten oft einen eigenen Charakter mitbringen, den die totkorrigierten modernen Objektive nicht haben. Vom grausligen Bokeh der Zooms reden wir mal erst nicht. 

 www.photoclub.io/fotos/foto?p=82691
08.11.2025, 19:21   #11

Hobbyfotograf

@Erich Kremer
 OK, natürlich könnte ich mir zu meiner Canon EF Objektiven eine alte EOS für Film anschaffen, aber da nehme ich lieber mein Canon FD Zeux aus den Achzigern, das allerdings kaum einen sichtbaren "Charakter" zeigt, außer schlechterer Auflösung. Ausnahme ist vielleicht das Tokina ATX 2,5/90mm Makro, das offen sehr schön weich, aber noch scharf ist.
Für das M System hingegen habe ich genug Objektive mit eigener Handschrift, das geht die Sammlung bis in die Vorkriegszeit mit völlig unvergüteten Objektiven.
Allerdings muss der Effekt der alten Linsen für mich zur gewünschten Bildwirkung passen.
Am liebsten habe ich moderne neutrale Objektive für neutrale Bildwirkung und zusätzlich ein paar alte Objektive als Alternative. Bei Akt und Portraitshootings kommt es so öfter mal vor, das ich drei bis vier verschiedene 50mm (meine liebeste Brennweite) Objektive dabei habe. 8-) 
12.11.2025, 23:41   #12
@ Jochen Petry bis in die Vorkriegszeit mit völlig unvergüteten Objektiven.
 Sieh mal zu, dass du ein paar alte chinesische Lucky 400 auftreiben kannst (ich haben noch drei davon da), die haben keinen Lichthofschutz. Die Luckys zusammen mit einem unvergüteten Objektiv und etwas Gegenlicht und du kannst den alten Charme reproduzieren. 
16.11.2025, 22:26   #13
Ich stelle zZ einige Fotos ein, die mit "alten analogen" Objektiven an der Fujifilm GFX 50S gemacht wurden. Die GFX 50S ist gewissermaßen das Gegenteil einer Crop-Kamera, der Sensor ist größer als das Format auf Kleinbildfilm. Man hat also bei den meisten Objektiven im Vollformat Modus eine Vignettierung + Unschärfe im Eckbereich. Es ist aber sehr interessant, zu beobachten, wie sich die unterschiedlichen Objektive an dem "übergroßen" Sensor verhalten. 
30.01.2026, 12:06   #14

Hobbyfotograf

Moin meine Lieben,

um das Thema noch einmal aufzumachen. Ich habe mir ein TS-E 90mm f2.8 aus dem Jahre 1991 gekauft um es an einer Canon EOS R5 zu nutzen.

Und siehe da, ich bin begeistert. Das Teil bildet nicht nur gestochen scharf ab, sondern hat auch ein ganz eigenes Bokeh. Nicht so schön wie ein EF 85mm f1.4 aber dennoch sehr schön.

Nun will ich mir die alten Linsen im Weitwinkel Bereich (um 24mm) auch noch einmal ansehen. Allerdings habe ich da so meine Bedenken. Dort kommen chromatische Aberration (Farblängs- oder Farbquerfehler) ja doch häufiger vor, wenn diese Linse nicht "vergütet" ist.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Altglas? Ich denke hier an das TS-E 24 f3.5 nicht an die Mk II Version!

Es sind ganz wenige Bilder dieser Linse im Netz zu finden.
30.01.2026, 12:10   #15
Mit der Vergütung hat das weniger zu tun, es ist der Winkel, in dem die Strahlen auf den Sensor treffen. Dem Film ist der Winkel egal, aber der Sensor mag es nicht, wenn die Strahle zu schräg auftreffen.
30.01.2026, 12:20   #16

Hobbyfotograf

Moin Erich,

OK, und wie kann ich ohne dass ich einen Laptop oder Monitor mitschleppe das überprüfen, wenn ich solch eine Linse ausgeliehen bekomme? Gibt es da einen Tipp?

Hintergrund ist, dass die alten Linsen wesentlich günstiger zu bekommen sind, als die im Jahre 2009 vorgestellten Exemplare (Preisunterschied gebraucht ca. 1000 €).

Sicher ist das 2009 Exemplar durchdachter, aber wenn für meine Zwecke (Hobby) das alte Glas ausreicht ...

Ich möchte nicht nur ein Objektiv für ca. 500€ erwerben und über die Farbsäume enttäuscht sein.
30.01.2026, 12:58   #17
Der Zoom im Display dürfte zur Beurteilung eigentlich genügen. Faustregel ist; je weiter die Hinterlinse in die Kamera hinein ragt, um so problematischer kann es werden.
30.01.2026, 13:05   #18

Hobbyfotograf

Danke Erich,

werde ich ausprobieren und berichten.

Muss nur noch das richtige Angebot abwarten. Zur Zeit sind die nicht gerade um die Ecke ...

Hannover, Berlin oder Leibzig 🤪

LG Didi
30.01.2026, 13:16   #19
@Eric Dittmann: Ich kann dir die Minolta Rokkore wärmstens empfehlen. Finger weg vom Pentacon 29mm 2,8, das Ding ist eine Katastrophe.
30.01.2026, 13:17   #20

Hobbyfotograf

Der Zoom im Display dürfte zur Beurteilung eigentlich genügen. Faustregel ist; je weiter die Hinterlinse in die Kamera hinein ragt, um so problematischer kann es werden.

Erich Kremer

Ach so,

da ich ja einen RF/EF Adapter nutzen muss, ist die Hinterlinse weiter weg vom Sensor. So ungefähr einen bis einanhalb Zentimeter. Das dürfte sich also eher als Vorteil auswirken, oder?

LG Didi
30.01.2026, 13:28   #21
Also da musst du nun aufpassen. Meine Rokkore konnte ich an der Spiegel Canon nicht nutzen, da stimmt mit Adapter das Auflagenmaß nicht. Erst an der spiegellosen Fujifilm GFX50S kann ich die Rokkore mit einem Adapter nutzen. Ich könnten natürlich den Adapter EF ansetzen und dann an den EF Adapter den Minolta MD Adapter und dann das Rokkor, aber dann habe ich den gleichen Salat dran hängen wie zB an meiner EOS 6D, das Objektiv hat durch den Adapter dann einen Zwischenring und ist ein Makro. Lass den alten EF Adapter weg und geh direkt an die Spiegellose dran.
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