Am besten mehrstöckig, vergoldet und so maßlos überladen, dass selbst die Völlerei kurz innehält und fragt, ob das wirklich noch nötig gewesen wäre.
Natürlich geht es hier nicht um Gier.
Es geht um Genusskultur.
Darum hält man den Teller vornehm auf Brusthöhe, nimmt nur ein kleines Stück und legt vorsichtshalber zwei weitere daneben. Man fotografiert das Dessert aus sechs Perspektiven, prüft die Fitnessuhr und bestellt anschließend ein zuckerfreies Getränk. Der Körper soll schließlich wissen, dass man sich kümmert.
Der Herr rechts trinkt selbstverständlich nur etwas Leichtes. Die drei Stück Kuchen auf seinem Teller sind vermutlich für Kollegen. Die Dame fotografiert ihr Gebäck, bevor es kalt, weich oder ehrlich werden kann. Eine andere betrachtet ihre Uhr mit jener konzentrierten Sorge, die Menschen entwickeln, wenn ein Gerät gerade ausrechnet, wie viele Minuten ihres Lebens die nächste Praline kosten könnte.
Im Mittelpunkt thront die Torte wie ein Denkmal menschlicher Selbstbeherrschung. Außen Gold, innen Zucker, Fett und die stille Gewissheit, dass morgen ganz bestimmt gefastet wird.
Hinter dem Vorhang stapeln sich Verpackungen, Reste und Müll. Aber das gehört nicht zum Erlebnis. Entscheidend ist schließlich nur, was vorne appetitlich beleuchtet wird. Alles andere ist Logistik, Klimabilanz oder Personalproblem.
Der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein.
Er benötigt außerdem Überfluss, Verschwendung, schlechtes Gewissen und ein digitales Foto als Beweis dafür, dass seine Selbstzerstörung wenigstens geschmackvoll angerichtet war.
Leckereien KI-Info
Der Mensch lebt nicht vom Brot alleinEr braucht auch Torte.
Sehr viel Torte.
Am besten mehrstöckig, vergoldet und so maßlos überladen, dass selbst die Völlerei kurz innehält und fragt, ob das wirklich noch nötig gewesen wäre.
Natürlich geht es hier nicht um Gier.
Es geht um Genusskultur.
Darum hält man den Teller vornehm auf Brusthöhe, nimmt nur ein kleines Stück und legt vorsichtshalber zwei weitere daneben. Man fotografiert das Dessert aus sechs Perspektiven, prüft die Fitnessuhr und bestellt anschließend ein zuckerfreies Getränk. Der Körper soll schließlich wissen, dass man sich kümmert.
Der Herr rechts trinkt selbstverständlich nur etwas Leichtes. Die drei Stück Kuchen auf seinem Teller sind vermutlich für Kollegen. Die Dame fotografiert ihr Gebäck, bevor es kalt, weich oder ehrlich werden kann. Eine andere betrachtet ihre Uhr mit jener konzentrierten Sorge, die Menschen entwickeln, wenn ein Gerät gerade ausrechnet, wie viele Minuten ihres Lebens die nächste Praline kosten könnte.
Im Mittelpunkt thront die Torte wie ein Denkmal menschlicher Selbstbeherrschung. Außen Gold, innen Zucker, Fett und die stille Gewissheit, dass morgen ganz bestimmt gefastet wird.
Hinter dem Vorhang stapeln sich Verpackungen, Reste und Müll. Aber das gehört nicht zum Erlebnis. Entscheidend ist schließlich nur, was vorne appetitlich beleuchtet wird. Alles andere ist Logistik, Klimabilanz oder Personalproblem.
Der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein.
Er benötigt außerdem Überfluss, Verschwendung, schlechtes Gewissen und ein digitales Foto als Beweis dafür, dass seine Selbstzerstörung wenigstens geschmackvoll angerichtet war.
Guten Appetit. Die Reue wird nachgereicht.