Wie es bei mir anfing?
Vor über 50 Jahren bekam ich eine Kamera von einen meiner Lehrer zum Geschenk.
Er war damals zuständig für die Schulkreisbildstelle und hatte mich gewinnen können die von anderen Lehrern zerstörten Filme zu reparieren, Filme zu sortieren und später auch diese in der eigene, aber auch an auswärtigen Schulen vorzuführen. Es war, glaube ich ein Kodak für 6x9 Rollfilm. So kam ich quasi vom Film zum Foto :-) Fotografiert wurde was gefiel und wenn Geld für Film und Entwicklung da war.
Alles noch sw und mit Tipps vom Vater und Lehrer. Später dann lies es etwas nach, aber in der späteren Clique gab es dann keinen, der fotografiert. Ich fand das Schade, mit den Mopeds und Mädels unterwegs und keine Beweise
Also, ich verdiente ja schon ein paar Mark damals, kaufte ich mir eine Agfamatic Poket. War ja optimal, die passte sogar noch in die engste Jeans. Mit der habe ich sehr viel fotografiert und Ärgere mich noch immer, dass all die Negative verloren ginge.
Irgendwann, Anfang der 70er wurde es dann die erste Spiegelreflex, eine Revueflex mit 50er, 135er und 300er Objektiv und Blitz. Die machte dann auch einige große Reisen mit. Eine Türkeireise 1980 auf einer Enduro überlebte sie und die Objektive nicht wirklich. In Kappadozien musste ich drei Tage schrauben damit die auseinandergerüttelten Teile wenigstens noch halbwegs zu gebrauchen waren. Zum Glück wohnten wir bei Freunden und ich hatte Platz und Ruhe dazu.
Natürlich hatte, habe ich auch noch Agfa Box, Yashica Großformat und viele andere nette und alte Kameras, schon, weil ich nix gerne wegwerfe oder für kleines Geld verschenke. Natürlich hatte ich über viele Jahre mein eigenes Fotolabor und mich immer als Pressefotograf für meine Vereine, Partei etc. zu Verfügung gestellt. Natürlich konnte ich auch immer alles im Großhandel kaufen, was vieles erleichtert.
1989 dann wurde es die erste Canon EOS auf dem deutschen Markt, die 650, etwas später folgte die 620. Die Dinger waren ja schon sehr schnell und genau das was mir lag und auch heute noch liegt. Getreu dem Motto „never change a running system“ bin ich heute noch bei der EOS. Nur beim Tauchen war das anders. Meine erste Kamera für die Welt unter Wasser weiß gar nicht mehr welche Marke, soff mir beim Weihnachtstauchen ab. Es folgte eine Sony P1 mit Sonygehäuse für Tiefen bis 40 Meter, meine erste digitale Kompaktkamera. Andere folgten, auch dem Schicksal der ersten, noch Analogen. Seit 2007 tauche ich nun mit einer EOS 5 D im Huqyfotgehäuse, auch mal etwas tiefer, das Gehäuse kann 100 Meter ab. Andere fahren nur einen Porsche, ich nehme den Preis mit unter Wasser :-) Aber meine erste DSLR wurde schon2003 die Canon EOS 10D. Seit der 5D bin ich aber ein echter Vollformat Fan geworden und besitze nun mehrere5er Modelle von Canon. Seit einem Jahr auch die EOS R, Spiegellos zwar aber Vollformat. Und dazu beinahe alle L Objektive von Canon von 14 mm – 400 mm. Anderes Zubehör, das mein großer Fotorucksack nicht mehr ausreicht.
Was ich fotografiere muss mit Spaß machen, also keine Vorgaben. Durch meinen langjährigen Job in Katastrophen-, Kriegs-, und Krisengebieten Weltweit wurde ich automatisch zum Fotografen für meinen Arbeitgeber. „Du hast gute Kameras, kannst gut fotografieren, also mach“. Nur in Somalia 1990 konnte ich ihn davon überzeugen wer die Versicherung bezahlt. Danach wurde eine Vollkaskoversicherung für mich Pflicht.
Aber durch meine vielen Reisen und auch mehrjährige Aufenthalte in einigen Ländern wurde das Portfolie immer größer, sodass ich heute nicht sagen kann, das oder das fotografiere ich am liebsten.
Und natürlich kann man sich vorstellen, dass ich heute keine Dias mehr in den Schränken habe. Dafür wurde dann mal ein Profidiascanner gekauft und alles Digitalisiert. Auch Fotoalben wurden digitalisiert, obwohl da schon noch ein paar im Schrank liegen.
Alle digitalisierten und digitalen Aufnahmen landen jetzt auf dem eigenen Server und immer schön alles doppelt gesichert. Da reden wir jetzt von ca. 50 TB die täglich mehr werden.
Aber, natürlich habe ich auch noch andere Hobbys, davon will hier aber nix zu schreiben. Würde wohl die Datenbank sprengen....

:-)