Dans ce notre pays (Une considération allégorique)
In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Ge…In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Geschäftsfrau zu sein schien, so überliessen die reichen Bürger ihr auch gerne ihr Geld und ihre Wertgegenstände, weil sie sich sagten: wenn die Gräfin eine gute und erfolgreiche Geschäftsfrau ist, dann soll es auch ganz gewiß unser Schaden nicht sein. Das ging eine ganze Zeit gut, aber plötzlich versiegte der geschäftliche Erfolg der Gräfin.
Sie, die auch nie etwas anderes als eine Blenderin gewesen war, mußte feststellen, daß sie blank war und deshalb verschwand sie eines Tages auf Nimmerwiedersehen nicht ohne alle Wertsachen mitgenommen zu haben.
Als die Bürger das erfuhren, schrien sie laut auf und beklagten ihren Verlust.
Da sprach einer von ihnen: Ei, Brüder und Schwestern: warum schreit ihr denn so ? Leicht können wir all unser Hab und Gut wiederholen, indem wir einfach die Steuern erhöhen und die Armen unsern Ausfall bezahlen lassen.
Das hörten die Bürger mit Begeisterung und klatschten ihre fetten Hände auf ihre ebenso fetten Schenkel.
Das Volk aber murrte, als es hörte, was hier im Gange war und man schrie Betrug.
Da ließen die Bürger für viel Geld zahlreiche Professoren, Analysten und Influenzer auftreten, die erklärten dem Volk mit wohlgesetzten süßlichen Reden und unter Beifügung vieler bunter Bildchen und Statistiken, daß diese Steuererhöhungen alternativlos seien, da man die Gräfin doch als systemrelevante Person anzusehen habe.
Da beruhigte sich das Volk bei diesen Weisheiten ganz schnell, zog die Nachtmützen tief über seine Ohren, schlief ein und schnarchte laut und zufrieden.
Das tut es wohl auch heute noch wenn es nicht gestorben ist.
KOMMT EUCH DIESE GESCHICHTE NICHT BEKANNT VOR ?? plus Moins
Dans ce notre pays (Une considération allégorique)
In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Ge…In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Geschäftsfrau zu sein schien, so überliessen die reichen Bürger ihr auch gerne ihr Geld und ihre Wertgegenstände, weil sie sich sagten: wenn die Gräfin eine gute und erfolgreiche Geschäftsfrau ist, dann soll es auch ganz gewiß unser Schaden nicht sein. Das ging eine ganze Zeit gut, aber plötzlich versiegte der geschäftliche Erfolg der Gräfin.
Sie, die auch nie etwas anderes als eine Blenderin gewesen war, mußte feststellen, daß sie blank war und deshalb verschwand sie eines Tages auf Nimmerwiedersehen nicht ohne alle Wertsachen mitgenommen zu haben.
Als die Bürger das erfuhren, schrien sie laut auf und beklagten ihren Verlust.
Da sprach einer von ihnen: Ei, Brüder und Schwestern: warum schreit ihr denn so ? Leicht können wir all unser Hab und Gut wiederholen, indem wir einfach die Steuern erhöhen und die Armen unsern Ausfall bezahlen lassen.
Das hörten die Bürger mit Begeisterung und klatschten ihre fetten Hände auf ihre ebenso fetten Schenkel.
Das Volk aber murrte, als es hörte, was hier im Gange war und man schrie Betrug.
Da ließen die Bürger für viel Geld zahlreiche Professoren, Analysten und Influenzer auftreten, die erklärten dem Volk mit wohlgesetzten süßlichen Reden und unter Beifügung vieler bunter Bildchen und Statistiken, daß diese Steuererhöhungen alternativlos seien, da man die Gräfin doch als systemrelevante Person anzusehen habe.
Da beruhigte sich das Volk bei diesen Weisheiten ganz schnell, zog die Nachtmützen tief über seine Ohren, schlief ein und schnarchte laut und zufrieden.
Das tut es wohl auch heute noch wenn es nicht gestorben ist.
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In diesem unserem Lande ( Eine allegorische Betrachtung)
In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Ge…In einer Stadt lebte einst eine wunderschöne Gräfin.
Die war stets freundlich zu den Leuten und deshalb wurde sie von ihnen auch sehr geliebt.
Diese Gräfin nun war auch Geschäftsfrau - so etwas soll bei Gräfinnen durchaus häufiger vorkommen - und weil sie ihren Mitmenschen auch eine erfolgreiche Geschäftsfrau zu sein schien, so überliessen die reichen Bürger ihr auch gerne ihr Geld und ihre Wertgegenstände, weil sie sich sagten: wenn die Gräfin eine gute und erfolgreiche Geschäftsfrau ist, dann soll es auch ganz gewiß unser Schaden nicht sein. Das ging eine ganze Zeit gut, aber plötzlich versiegte der geschäftliche Erfolg der Gräfin.
Sie, die auch nie etwas anderes als eine Blenderin gewesen war, mußte feststellen, daß sie blank war und deshalb verschwand sie eines Tages auf Nimmerwiedersehen nicht ohne alle Wertsachen mitgenommen zu haben.
Als die Bürger das erfuhren, schrien sie laut auf und beklagten ihren Verlust.
Da sprach einer von ihnen: Ei, Brüder und Schwestern: warum schreit ihr denn so ? Leicht können wir all unser Hab und Gut wiederholen, indem wir einfach die Steuern erhöhen und die Armen unsern Ausfall bezahlen lassen.
Das hörten die Bürger mit Begeisterung und klatschten ihre fetten Hände auf ihre ebenso fetten Schenkel.
Das Volk aber murrte, als es hörte, was hier im Gange war und man schrie Betrug.
Da ließen die Bürger für viel Geld zahlreiche Professoren, Analysten und Influenzer auftreten, die erklärten dem Volk mit wohlgesetzten süßlichen Reden und unter Beifügung vieler bunter Bildchen und Statistiken, daß diese Steuererhöhungen alternativlos seien, da man die Gräfin doch als systemrelevante Person anzusehen habe.
Da beruhigte sich das Volk bei diesen Weisheiten ganz schnell, zog die Nachtmützen tief über seine Ohren, schlief ein und schnarchte laut und zufrieden.
Das tut es wohl auch heute noch wenn es nicht gestorben ist.
KOMMT EUCH DIESE GESCHICHTE NICHT BEKANNT VOR ?? plus Moins